Literatur und Sachbuch
 Modul-Rezensionen

»Eifelwind« von magischer Sogkraft

 

Roman von Monika von Krogh ist dichte Lektüre


Einen spannenden Einblick in die Lebenslage in einem Eifeldorf in den 20er, 30er, 40er und 50er Jahren gewährt die Autorin Monika von Krogh in ihrem Roman »Eifelwind«, aus dem sie am 201. um 17 Uhr in der Volkshochschule Schwetzingen liest. Darin beschreibt die Autorin auf eindrucksvolle Art, wie sehr die kleinen leute unter den Folgen der großen geschichtlichen Ereignisse zu leiden haben und wie sie versuchen, mit Hunger fertig zu werden.

Die Worte, mit denen Monika von Krogh den ProtagonistenFriedrich zu beginn des buches beschreibt, sind: knochig dünn, unbeweglich wie ein abgestorbener Baum, Mahnmal des Hungers,tief in den Höhlen liegende Augen. Damit führt sie in eine beklemmende Atmosphäre des Romans ein, in dem es um das Schicksl eines Außenseiters geht, aber auch um das Erschrecken vor dem, was die beiden Weltkriege mit den kleinen Leuten angerichtet haben.

In einem unspektakulären Ort in der Eifel siedelt die Autorin ihre geschichte an, dort, wor der Eifelwind”Ums Haus geht und der Türe rüttet«. Hier kam 1921 Friedrich als siebtes Kind der Familie Wienand zur Welt. Da Besondere daran: Schon bei der geburt hatte er ganz weiße Haare und später nach dem Krieg, kommt eine Entstellung am Kopf durch eine Verletzung hinzu. Die Folge war, dass er deswegen im Dorf zur Zielscheibe von Hänseleien, Spott und Feindlichkeit wurde.

Freidrich litt schon als kind unter geistigen enge der Dorfbewohner, aber auch unter den Grausamkeiten seiner Altersgenossen und unter denen des Pfarrers und Dorflehrers. Auch sonst ist ihm kein Schmerz erspart geblieben. Immer wieder muss er miterleben, wie die Reichen im Dorf die Not der Armen ausnutzen und vor nichts zurückschrecken.

Wunder endet mit Katastrophe
Ganz besonders machten ihm die Herzenskälte und die Habgier seiner Schwester hedwig zu schaffen. Sie hatte Konrad, den Spross einer wohlhabenden Familie geeiratet. Raffsüchtig, geizig und hasserfüllt ist sie zu jeder Scheußligkeit bereit. Dunkel sind dann auch die Geschehnisse, die sich in ihrem Haus um Verrat und Rache drehen. Hell sind nur jene Passagen im Buch, in denen Friedrich Trost in der Musik findet und die von der Liebe zu Sophie erzählen. Für Friedrich ist diese Liebe wie ein Wunder, auf das er all die Jahre gewartet hat. Doch wie jedes Wunder hält es nicht lange an und endet in einer Katastrophe.

Beim Lesen spürt man die Faszination der Autorin für eine Zeit, in der noch Lumpensammler imDorf für Abwechslung sorgten und im Wald ein Golem sein Unwesen trieb. Schockiert und ergriffen ist man von der Not, der Armut und dem schweren Lebensalltag der Dorfbewohner, die Monika von Krogh anschaulich als Folge unmenschlicher Kriege schildert. Das vermag kein Geschichtsbch. Der Roman wird so zu einer dichten, einprägsamen Lektüre, die gefangen nimmt und zugleich tief betroffen macht.

zg

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