Literatur und Sachbuch
 Modul-Rezensionen

Schreiben gegen die Vergänglichkeit

 

Tettnanger Roman Schafnitzel für ersten Roman mit dem Preis „Debüt des Jahres 2013“ ausgezeichnet

Geschrieben hat Roman Schafnitzel seit seiner Jugend, zunächst Tagebuch. An die lange Form, den Roman, hat er sich lange nicht herangetraut, mehrere Anläufe scheiterten. Bis ein Erlebnis in einem Urlaub während eines Sabbatjahrs ihn so berührte, dass er den Absprung wagte und mit „Am siebten Tag erschuf Gott die Vergänglichkeit“ seinen ersten Roman schrieb.
Roman Schafnitzel, Jahrgang 1971, wuchs in Tettnang auf, studierte in Saarbrücken Germanistik und Sozialkunde, lebt heute in der Pfalz und unterrichtet an einer Realschule. Die Familie seiner damaligen französischen Frau erzählte ihm ihre Geschichte, von der Schafnitzel in seinem Buch berichtet: Im Zentrum stehen Jean-Pierre Dehlinger, seine Frau Marie und ihre Nachkommen.
Schafnitzel berichtet von den Auswirkungen des deutsch-französischen Verhältnisses auf die Lebensumstände der Menschen, von dem, was der Zweite Weltkrieg mit Elsässern und Lothringern, die als Manövriermasse zwischen den Großmächten umhergeschubst wurden, machte. Er erzählt vom Alltag der Menschen in schwierigen und einfacheren Zeiten, und er hebt seine Geschichte diese eine Ebene höher, die aus einem Bericht eine Erzählung macht, einen Roman, weil er über die Zeitläufte nachdenkt und nicht bloß die Fakten aufzählt.
Dem Neuling im Buchgeschäft ist eine dichte Geschichte gelungen, ein Stück aus historischen Ereignissen, akribisch recherchiert, und der Beschreibung dessen, was die Menschen ausmacht, was ihr Handeln bestimmt. Roman Schafnitzels Sprache ist schön und prägnant zugleich und changiert, dem Inhalt angemessen, zwischen prosaischen und informativen Passagen.
Man merkt ihr nicht an, dass der Autor konzentriert an ihr gefeilt hat, wie er sagt.
Der Arbeitsprozess sah so aus, dass Schafnitzel sich täglich diszipliniert zu festen Zeiten zum Schreiben hinsetzte und seine Schreibzeit so gestaltete, dass ihn möglichst nichts aus der  Versenkung holte: Keine Ablenkung, kein Essen, nur etwas Tee oder Kaffee. „Wenn ich auf diese Weise zwei Seiten geschafft habe, was mein Ziel war, dann war das gut. Darüber hinaus war es schwierig, und ich habe oft an einem Satz so lange gefeilt, bis ich zufrieden war. Und das konnte dauern“, sagt der Autor.

In Kürze wird Roman Schafnitzels zweiter Roman veröffentlicht. Er heißt „Kreuzungen“ und erscheint im Mainzer Verlag Salonlöwe. Auch dafür hat der Lehrer ein Sabbatjahr genommen und geschrieben. Mit Beginn des Schuljahres ist er wieder in sein normales Berufsleben eingestiegen. „Die Rückkehr nach dem ersten Buch war schwierig. Sich zu fügen, funktionieren zu müssen. Beim zweiten Mal war es einfacher“, sagt Roman Schafnitzel. Aber es wäre ihm zu wenig, „nur“ Lehrer zu sein.
Das Schreiben empfindet er als eine Bereicherung für seinen Beruf, die Schüler reagieren gut darauf. Und das Lehrerdasein aufgeben, vom Schreiben leben? „Gewisse Zwänge sind immer vorhanden. Manchmal wünschte ich, ich könnte mich mehr davon lösen und einen klaren Schnitt machen. Vielleicht wird das aber manchmal auch zu sehr romantisiert.“
Roman Schafnitzel las bereits häufig öffentlich, auch vor Schulklassen. Er bekam de nPreis für das „Debüt des Jahres“ und weiß natürlich, dass die Schriftstellerei ein mühsamer Broterwerb ist. Aber die Reaktionen der Leser und Zuhörer auf seinen ersten Roman waren sehr gut. „Und das genieße ich“, sagt der Autor. „Gerade die Rückmeldungen älterer Leute rühren mich manchmal sehr.“

 

 

VON ANGELA SCHNEIDER

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