Literatur und Sachbuch
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Tagebuch einer Brückenbauerin - Flüchtlingsarbeit früher und heute

Es war keine einfache Aufgabe. Die Arbeit mit Flüchtlingen in den 1980er Jahren, damals vor allem aus Afghanistan, Sri Lanka, Libanon und Jugoslawien, war begleitet von Unverständnis, unsensiblen Behörden und Vorurteilen. Doch Gisela Lohmüller ist unbeirrt und erfolgreich ihren Weg gegangen.

Trier. Während der großen Flüchtlingswelle in den 1980er Jahren ist Gisela Lohmüller in der Christlichen Erwachsenenbildung im Kreis Merzig-Wadern im Saarland tätig. Durch ihr Engagement in der Israelisch-Deutschen Begegnung verfügt sie über wertvolle Erfahrungen im offenen Umgang mit Menschen anderer Herkunftsländer. Mehr als zehn Jahre hat sie in Israel gearbeitet.
Gisela Lohmüller muss registrieren, dass den Flüchtlingen durchaus gemischte Gefühle entgegengebracht werden. "Damals, wie leider allzu oft auch heute noch, betrachteten viele die Eingewanderten als Ausnützer unseres Sozialsystems", weiß sie zu berichten. "Auch die Verantwortlichen in den Gemeinden reagierten, gelinde ausgedrückt, ziemlich überfordert".
Gisela Lohmüller geht entschlossen andere, eigene Wege und setzt Zeichen. Denn sie weiß: "Gegenseitiger Respekt, Toleranz und Verständnis sind die Garanten für die Integration durch Interkulturellen Dialog".

Das Projekt "Schule im Wohnzimmer" verdeutlicht, mit welcher Entschlossenheit und Überzeugung sie zu Werke geht. Es gelingt ihr - mit Unterstützung der Caritas und des Arbeitsamts - junge Lehrerinnen zu motivieren, den Flüchtlingsfamilien Deutschunterricht in den eigenen vier Wänden zu geben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Eventuelle Hemmschwellen sind von vornherein überwunden, und alle sind mit Enthusiasmus dabei!
Im Selbstverlag veröffentlicht sie ihr Tagebuch aus dieser bewegten und bewegenden Zeit unter dem Titel "Miteinander - in guter Nachbarschaft". Jetzt hat, aus aktuellem Anlass, der Rhein-Mosel-Verlag eine überarbeitete Neuauflage herausgebracht.
Was da laut Untertitel als "Tagebuch" daherkommt, ist weit mehr: Ein Zeitbild, eine Gesellschaftsstudie, ein Spiegel für "ja aber Sager".
Die Vehemenz, mit der sich die Autorin für ihre Sache einsetzt, entbehrt nicht der Spannung, und es gelingt ihr, außer vielleicht bei total Verblendeten, den bleibenden Eindruck der Selbstverständlichkeit ihres Wirkens für Menschen zu hinterlassen.

"Menschen, die Brücken bauen wollen, stehen oft zwischen zwei Fronten." Aber der Erfolg gibt Gisela Lohmüller recht. Sie hat noch zahlreiche Kontakte zu ihren Familien, und wenn drei Generationen aus Bremen oder Düsseldorf zu Kaffee und Kuchen nach Trier kommen, dann wird\'s schon mal eng im Wohnzimmer.

hek.

 

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