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Pitt Kreuzberg
Ein Künstlerleben am Schalkenmehrener Maar

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Maler- und Künstlerfreunde

Der Maler Pitt Kreuzberg war seit jeher ein sehr großer Naturliebhaber und intensiver Naturbeobachter. Auch aus diesem Grunde bevorzugte er es, seine Maler-Schülerinnen in der freien Natur auszubilden. Zu seinen vielen Freunden aus nächster Nähe gehörte der Maler Peter Otten aus Mehren, der von Pitt Kreuzbergs außergewöhnlichem Können überzeugt war.

Als leidenschaftlicher Maler, gesegnet mit rastlosem Arbeitseifer, war er natürlich an Ausstellungen seiner Bilder interessiert, um sie einem größeren Publikum bekannt zu machen. Dazu verhalfen ihm seine Kontakte zu verschiedenen Künstlervereinigungen.

Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg galt es erneut Fuß zu fassen. Dabei waren ihm neben seinen Malerfreunden auch neue Künstlerfreunde aus anderen Disziplinen behilflich. Dazu zählten unter anderem neben dem bekannten Bildhauer und Zeichner Hanns Scherl aus Wittlich insbesondere der bekannte Fotograf Heinrich Pieroth aus Mayen, den er 1921 kennenlernte und der zu einem engen Freund wurde. Er unterstützte den Maler wirkungsvoll auf vielerlei Weise.

Ein Jahr später tauchte Pitt Kreuzberg auch wieder in der Düsseldorfer Kunstszene auf. Er erwarb die Mitgliedschaft im »Jungen Rheinland« und der »Rheinischen Sezession« und hatte Verbindungen zur Gruppe »Mutter Ey«. Dadurch bekam er auch Kontakte zu namhaften Künstlern wie Max Ernst, Franz Marc, Paul Klee und August Macke.

Zu einigen Malerfreunden aus der Düsseldorfer Zeit pflegte er ein Leben lang Verbindungen. Dazu gehörten neben Gert Wollheim, Erwin Wendt (Düsseldorf) und Curtius Schulten (Blankenheim), die ihn des Öfteren auch in Schalkenmehren aufsuchten. Sie alle verband die Faszination der Eifellandschaft, die ihnen zahllose Motive für ihre Bilder bot. Des Weiteren pflegte Pitt Kreuzberg Kontakte zu Otto Pankok, dessen Arbeiten in der NS-Zeit verfemt wurden und weiteren Malern, die man heute der »Verschollenen Generation« zurechnet.

Auch zwischen 1928 und 1930 verbrachte der Maler in Düsseldorf eine kreative Zeit in Anbindung an die bereits genannten Künstlervereinigungen und den Düsseldorfer »Malkasten«.

Als glanzvoller Höhepunkt seiner Laufbahn gilt Pitt Kreuzbergs Teilnahme an der »Deutsche Kunstausstellung« 1930 in München, wo er an der Seite von Emil Nolde, Max Beckmann und anderen Berühmtheiten ausstellte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg besannen sich wieder Verwandte, Freunde und Bildersammler auf den Maler Pitt Kreuzberg und verbanden dies bevorzugt mit einem Ausflug an das Schalkenmehren­er Maar. So auch Ernst Kley, Maler und Gründer der Are-Künstlergilde, der mit seinem Sohn Otto 1954 Pitt Kreuzberg einen Besuch abstattete.

Auch zu Nikolaus Leopold Ferring entwickelte der Maler eine tiefe, auf Gegenseitigkeit beruhende Freundschaft. Ferring rezensierte Kreuzbergs künstlerisches Wirken. Im Gegenzug versah der Künstler Ferrings Buch »Die sieben silbernen Glocken« mit nur sehr selten ausgeführten Illustrationen.

In der Folgezeit profitierte Pitt Kreuzberg auch von den Mitgliedschaften in der »Arbeitsgemeinschaft Bildender Künstler Rheinland-Pfalz« und der »Are-Künstler-Gilde«. In der Tat förderten Ausstellungen und Begegnungen die Kommunikation unter den Künstlern und verhalfen des Weiteren zu potentiellen Käufern. Mit Genugtuung berichtete der Künstler von Bildankäufen des Landtages und des Kulturministeriums des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

In der Ausstellung »Raue Schönheit. Eifel und Ardennen im Blick der Künstler« im Stadtmuseum Simeonstift Trier 2010 konnten Besucher entdecken, wie international berühmt gewordene Maler wie Max Ernst, Heinrich Hartung III. und Karl Schmidt-Rottluff das Weinfelder-Maar sowie das Gemündener Maar malerisch umgesetzt haben. Pitt Kreuzberg befand sich also über Jahrzehnte in bester Gesellschaft, und es wird deutlich, wie privilegiert er war mit seinem Anwesen am Schalkenmehrener Maar.

 

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